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Rund 40 Kilometer lang und bei Rantum, an seiner schmalsten Stelle, manchmal nur noch gut 500 Meter breit, in Höhe von Blidselbucht unsichtbar gequert vom 55. Breitengrad, ungefähr noch 90 Quadratkilometer groß und entlang einer 107 Kilometer langen Küstenlinie von Wasser umgeben, das ist Sylt, die „Königin der Nordsee“.

Wohl 20.800 Menschen in sieben Gemeinden leben ständig auf diesem Eiland, schätzungsweise 10.000 Zweitwohnungsbesitzer kommen zeitweise hinzu – genauso wie jährlich rund 670.000 Urlauber.

Party-Zone

Ungewöhnliche 1700 Sonnenstunden jährlich verzeichnen die Meteorologen für Sylt, vielleicht gibt es deshalb nirgendwo sonst in Deutschland so viele Sonnenuhren wie auf dieser Insel.

Samoa, Sansibar und Abessinien sind keine fernen Gestade, es sind berühmte Nacktbadestrände auf dieser Insel der Schönen und der Reichen.

Prominenz kam schon früh nach Sylt: Der dänische König Friedrich VI. übernachtete 1825 in der Alten Landvogtei von Tinnum, 1888 kam die rumänische Königin Elisabeth, sie wurde Namensgeberin der Elisabethstraße in Westerland. Die Monarchin schrieb nämlich Gedichte unter ihrem Künstlernamen Carmen Sylva. Ab 1925 wurde das Kampener Anwesen „Kliffende“ (unterhalb des Quermarkenfeuers gelegen) zu einer Prominentenherberge. Thomas Mann („Die Buddenbrooks“) wohnte gern dort, ebenso Maler Emil Nolde und Verleger Erich Rowohlt.

Ungefähr ab 1960 kamen die Wirtschaftskapitäne (Berthold Beitz ist immer noch treuer Kampianer), sie machten “Buhne 16” zu ihrem Treffpunkt. Gunter Sachs, seinerzeit bekanntester deutscher Playboy, spielte regelmäßig als Torwart in einer Fußball-Auswahl, der Hamburger Verleger Axel C. Springer besaß am Kampener Watt den imposanten Klenderhof und Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein fand auf Sylt seine letzte Ruhestätte. Heute trifft man  bekannte Schauspieler, Politiker, Wirtschaftskapitäne, Sportler und TV-Akteure urlaubend auf der Insel.